Programm

Wintersemester 2026/2027

In diesem Semester stehen folgende Stücke auf dem Programm:

  • Pjotr Tschaikowski: Sinfonie Nr. 4
  • Carl Maria von Weber: Klarinettenkonzert Nr. 1
  • Claudius Ladenburger: Die Geschichte eines kleinen Drachens (UA)

Hintergründe:

  • Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Sinfonie Nr. 4

Der russische Komponist Pjotr Iljitsch Tschaikowski schrieb seine Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36 im Jahr 1877. Parallel zur Oper Eugen Onegin entstand die Sinfonie zu der Zeit, als Tschaikowskis Korrespondenz zu seiner Gönnerin Nadeschda von Meck begann und er unter der unglückseligen Ehe mit der Konservatoriumsschülerin Antonina Iwanowna litt. Tschaikowski schrieb „unsere Sinfonie“, die er im Januar 1878 vollendete, „à mon meilleur ami“ (auf Deutsch: „meinem besten Freund“; gemeint war Frau von Meck). Die Sinfonie wurde am 10. Februar 1878 in Moskau uraufgeführt; Dirigent war Nikolai Rubinstein.

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Tschaikowskis 4. Sinfonie, die dieser „mit echter Inspiration vom Beginn bis zum Ende“ sowie „mit Liebe und glühender Begeisterung“ schrieb, gilt unter Tschaikowskis Werken als das mit der größten autobiographischen Nähe (inwieweit sein eigenes Programm, das er an Frau von Meck schickte, für die Musik bindend ist, ist jedoch umstritten).

Zu Beginn des ersten Satzes (der laut Tschaikowski „den Kern der ganzen Sinfonie, ohne Zweifel ihren Hauptgedanken erhält“) verkündet die Fanfare der Hörner und Fagotte das unausweichliche Fatum. Das von einem Walzerthema und einem Klarinettensolo angedeutete Glück währt nur kurz. Reprise und Durchführung dieses Satzes werden eins.

Ein lyrisches Solo der Oboe leitet den zweiten Satz ein und wird vom Orchester aufgegriffen.

Ein Pizzicato der Streicher huscht durch den dritten Satz und wird in der Reprise von den Bläsern begleitet.

Über den dritten Satz bricht stürmisch der ein Volksfest schildernde vierte Satz ein. „Wenn Sie in sich selbst keinen Anlaß zur Glücksseligkeit finden, blicken Sie auf andere. Gehen Sie unter das Volk“, riet Tschaikowski. Unheil verkündend taucht das Fatum-Motiv des ersten Satzes wieder auf, doch kehrt, davon unbeeindruckt, die Volksfeststimmung wieder. „Freue dich an der Freude anderer – und das Leben ist doch zu ertragen“, schreibt Tschaikowski.

Im vierten Satz verarbeitet Tschaikowski ein Thema aus der Ouvertüre über drei russische Themen von Mili Alexejewitsch Balakirew.

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Heute gehört die 4. Sinfonie zusammen mit der 5. Sinfonie und der 6. Sinfonie zu den beliebtesten von Tschaikowskis Sinfonien.

Quelle: Wikipedia: 4. Sinfonie (Tschaikowski)
  • Carl Maria von Weber: Klarinettenkonzert Nr. 1

Das Klarinettenkonzert Nr. 1 in f-Moll op. 73 hat Carl Maria von Weber für den Klarinettenvirtuosen Heinrich Joseph Baermann geschrieben. Es wurde am 13. Juni 1811 von Baermann in München uraufgeführt und zählt heute zu den meist gespielten Klarinettenkonzerten. Gesamtspielzeit: ca. 21 Minuten.

Der erste Satz steht im 3/4-Takt und in der Grundtonart des Konzertes f-Moll. Formal handelt es sich um eine Sonatenhauptsatzform, wobei Weber die klassische Form immer wieder abwandelt.

Der Satz beginnt mit einer Einleitung des Orchesters, wobei das erste Thema zunächst von den Celli und Kontrabässen im Pianissimo vorgestellt wird. Nach einem Akkord des ganzen Orchesters im Fortissimo werden Motive des Themas vom gesamten Orchester gespielt, wobei Weber insbesondere den punktierten Rhythmus des Themenkopfes verwendet. Nach einer Wiederholung des gesamten ersten Themas im Pianissimo und zwei Generalpausen setzt die Solo-Klarinette mit einem neuen Thema ein, welches wie das erste Thema in f-Moll steht. Nach einem kurzen Zwischenspiel des gesamten Orchesters setzt die Klarinette mit dem Seitenthema in B-Dur ein. Die Exposition endet mit einem Triolenlauf in der Klarinette, über welchen Baermann eine Variation in 16teln geschrieben hat, die heute bei den meisten Aufführungen direkt im Anschluss an den Triolenlauf als sogenannte Baermann-Kadenz gespielt wird.

Die Durchführung beginnt mit einem Orchesterzwischenspiel, in welchem vor allem Motive des ersten Themas verwendet werden. Es endet mit absteigenden Dreiklangsbrechungen in den Celli, worauf die Klarinette im Pianissimo mit einem Thema im Chalumeau-Register einsetzt. Nach einer Chromatik folgt das Dur-Thema, welches wiederum in einem Triolenlauf endet. Dieser geht in einen 16tel-Lauf der Solo-Klarinette über, worüber die Holzbläser abwechselnd den Themenkopf des ersten Themas spielen.

Der Übergang zur Reprise lässt sich nicht genau definieren, da die Durchführung fließend in die Reprise übergeht. Zunächst erklingt eine überleitende Thematik aus der Exposition, ehe wieder das Anfangsthema der Klarinette erscheint, welches jedoch direkt in ein lautes Orchestertutti mit dem Anfangsthema des Orchesters übergeht. Hierauf folgen virtuose Läufe der Solo-Klarinette, welche mit einer Trillerkette enden, worauf ein letztes Mal das Anfangsthema im gesamten Orchester erklingt, ehe der Satz nur mit Streichern, der Solo-Klarinette und einem Paukenwirbel im Pianissimo verklingt.

Der zweite Satz steht im 4/4-Takt und in C-Dur. Formal handelt es sich um eine dreiteilige Liedform.

Der Satz beginnt mit einem ruhigen, sanglichen Thema in der Solo-Klarinette, begleitet von den Streichern, welches dreimal wiederholt wird. Hierbei wird das Thema bei jeder Wiederholung variiert und auch die Begleitung wird komplexer. So kommen bei der ersten Wiederholung die Fagotte und bei der zweiten die Oboen hinzu. Anschließend folgt das zweite deutlich dramatischere Thema, welches in c-Moll steht. Gespielt wird es von den Streichern und den Holzbläsern, wozu die Solo-Klarinette Dreiklangsbrechungen spielt. Danach folgt ein Abschnitt, in welchem nur die Solo-Klarinette begleitet von drei Hörnern ein choralartiges Thema spielt. Einen ähnlichen Abschnitt gibt es im Adagio von Webers Fagottkonzert, in welchem nur das Solo-Fagott begleitet von zwei Hörnern spielt. Auffällig im Klarinettenkonzert ist, dass das dritte Horn nur im zweiten Satz besetzt ist. Mit einer lange übergehaltenen Note in der Solo-Klarinette endet der Abschnitt und es folgt wieder das erste Thema, begleitet von den Streichern. Dieses geht wiederum über in das choralartige Thema von Klarinette und Hörnern, mit welchem der Satz endet.

Der dritte Satz steht im 2/4-Takt und in F-Dur. Formal handelt es sich entsprechend der Satzbezeichnung um ein Rondo.

Der Satz beginnt mit dem schnellen und durch die ungewöhnliche Rhythmik unterhaltsamen Rondothema in der Solo-Klarinette, begleitet von den Streichern. Es folgt das erste Couplet, welches durch einen Wechsel zwischen Orchestertuttis und Solopassagen gekennzeichnet ist. Das Rondothema tritt danach zunächst in der Dominante auf, ehe es wieder in seiner originalen Form in der Tonika erscheint. Das zweite Couplet beginnt mit einem verhältnismäßig langen Orchesterzwischenspiel, ehe die Solo-Klarinette mit einem kadenzartigen Sololauf einsetzt, welcher in einem Tuttiakkord endet. Hierauf folgt ein Thema der Solo-Klarinette in der Moll-Parallele d-Moll, wonach ein Thema in den Holzbläsern kommt, welches wieder zum Rondothema in der Solo-Klarinette überleitet. Nach dem Rondothema kommt ein weiteres Couplet, welches wieder in der Grundtonart F-Dur steht. Das darauf folgende Rondothema hat durch Tonrepetitionen in den Trompeten und der Pauke einen deutlich stärker nach vorne drängenden Charakter, welcher auch durch die Trillerkette der Solo-Klarinette am Ende des Themas verstärkt wird. Das anschließende Zwischenspiel des Orchesters greift thematisch das Rondothema auf und leitet die virtuosen 16tel-Läufe der Solo-Klarinette in der Stretta ein. Das Konzert endet mit einem ausgehaltenen Fortissimo-Akkord des ganzen Orchesters.

Quelle: Wikipedia: Klarinettenkonzert Nr. 1 (Weber)
  • Claudius Ladenburger: Die Geschichte eines kleinen Drachens, Uraufführung
Programm Sommersemester 2026

Ausblick auf kommende Semester

In den kommenden Semestern sind folgende Werke geplant. Programmänderungen vorbehalten.

Sommersemester 2027

  • Gustav Mahler: 5. Sinfonie
  • tbd
  • Uraufführung, tbd

Wintersemester 2027/2028

  • Pjotr Iljitscha Tschaikowski, 4. Sinonie
  • tbd

Sommersemester 2025

  • Johannes Brahms, 3. Sinfonie
  • Ferdinand David: Concertino für Posaune und Orchester, Posaune: Elias Möll
  • evtl.: Gioachino Rossini: Konzert für Fagott und Orchester, Fagott: tbd
  • Uraufführung, tbd