Europäischer Geist und musikalischer Höhepunkt

Studentenphilharmonie Tübingen startet mit Konzerten am 26.1.2017 und 5.2.2017 in Jubiläumsjahr

Am 26. Januar 2017 in Tübingen (20 Uhr, Festsaal Neue Aula) feiert die Studentenphilharmonie unter der Leitung von Symeon Ioannidis ihr erstes Konzert im 50. Jahr ihres Bestehens. Zu diesem besonderen Anlass wird gemeinsam mit Sängerinnen und Sängern des Philharmonischen Chors Esslingen und dem Philharmonia Chor Stuttgart die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven erklingen, wohl „der Höhe- und Endpunkt“ klassischer Musik. Mit den „Rokoko Variationen für Violoncello und Orchester“ op. 33 von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky zeigen die ca. 70 Musikerinnen und Musiker mit dem Solisten Jakob Spogis aber auch, dass mit Beethovens Epochenwerk die Musik keineswegs „auserzählt“ war, sondern sich im Gegenteil großartig weiter entfaltete.

Deswegen passt es auch besonders gut, dass dieses Semester als Sieger des Uraufführungswettbewerbs die „Bretonische Suite N°1 – Le Depart De L’Âme“ erklingen wird. Das Werk der 21-jährigen Komponistin Julia Lorenz greift uralte bretonische Volkslieder auf. Nachdem die Studentenphilharmonie im vergangenen Sommer zusammen mit einem griechischen Jugendorchester mit Konzerten in Deutschland und Griechenland zu den Wurzeln Europas aufbrach, führt ihre musikalische Reise nun in die Vergangenheit Frankreichs, unseres wohl wichtigsten Freundes und Partners in Europa, zurück.

Auch der 1990 in Hannover geborene Cellist Jakob Spogis repräsentiert Wurzeln und Anspruch der Studentenphilharmonie. Er war bis 2015 Cellist und Solocellist der Studentenphilharmonie, konzertierte in Deutschland als Schüler von Prof. Peter Buck unter anderem mit Antonin Dvoraks Cellokonzert und nahm an zahlreichen Konzertreisen im Ausland teil. Die überaus virtuosen, aber sehr harmonisch schwelgenden Rokoko-Variationen scheinen für ihn geradezu maßgeschneidert.

Karten für das Konzert in Tübingen sind über die Orchestermitglieder und an der Abendkasse erhältlich. Dasselbe Konzertprogramm wird auch am 5. Februar 2017 um 11:00 Uhr im Kursaal in Freudenstadt aufgeführt.